MeetUp#1 – Kick off

Hannovers Smart City Initiative Restart: #HANnovativ der Landeshauptstadt Hannover hat in Kooperation mit hannoverimpuls GmbH ein neues Veranstaltungsformat ins Leben gerufen. Unter dem Namen #HANnovativ-Meetup wird eine Plattform geschaffen für Vernetzung, Diskussion und Wissenstransfer von Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Stadtgesellschaft zum Thema Smart City und partizipative Stadtentwicklung. Die Meetup-Reihe soll entlang der zehn Handlungsfelder von Restart: #HANnovativ über die nächsten zwei Jahre fortgesetzt werden. Das nächste Meetup#2 im Mai 2024 wird sich mit dem Thema Demokratie beschäftigen. Der aufhof bot der Auftaktveranstaltung genau den inspirierenden Rahmen, den ein solches Format braucht. Gut 50 Teilnehmende fanden sich im Auditorium zusammen – neben Akteur*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Stadtgesellschaft auch interessierte Bürger*innen.

In ihrer Begrüßung stellten Stadtbaurat Thomas Vielhaber und Doris Petersen (Geschäftsführerin hannoverimpuls GmbH) die Bedeutung der gemeinsamen Kooperation heraus und wie wichtig es sei, möglichst viele unterschiedliche Akteur*innen aus Stadt und Region in den Smart City-Prozess und die Umsetzung der Maßnahmen einzubeziehen. Tim Gerstenberger, Leiter der Stabstelle Smart City I Strategien und Projekte bei der Landeshauptstadt Hannover, betonte in seiner Vorstellung von Restart: #HANnovativ, dass alle verwaltungsübergreifend gedachten Handlungsfelder – etwa Lebensraum, Mobilität&Identität oder Kultur – gemein hätten, Barrieren abzubauen und Daten effektiv zu nutzen. Denn „Daten und Technologien können uns helfen, Prozesse besser zu organisieren und unser Handeln evident und effizient auszurichten.“ Mit Blick auf die geplante urbane Datenplattform formulierte Gerstenberger den Anspruch, Wissen miteinander zu verschneiden, Ressourcen zu sparen und Ziele aus den Bereichen Klimafolgenanpassung, Stadtentwicklung, Teilhabe oder Mobilität besser zu erreichen. Auch Künstliche Intelligenz (KI) könne in diesem Prozess entscheidend helfen, mehr Daten zu verarbeiten, aber auch aufdecken, wo Stadtverwaltung und -gesellschaft noch digitale Kompetenzen aufbauen müssen.

Moderatorin Melissa Jung (hannoverimpuls GmbH) leitete durch den Abend. In der abschließenden Diskussion lag der Fokus zunächst auf Open Data. Hier würde die Aufmerksamkeit zunächst häufig auf all das gelegt, was nicht geht oder besonders herausfordernd in der Umsetzung ist, so Gerstenberger. Stattdessen solle man den ersten Blick auf all das lenken, das einfach umzusetzen ist und einen schnellen Mehrwert bringt. Paul Hannappel (Bitkom e.V.) verweist auf die richtige Abwägung zwischen Mut für technische Innovationen und Vertrauen in der Bevölkerung, um die Menschen bestmöglich mitzunehmen. Mit Blick auf Mobilität benennt Gerstenberger für die Kommunen zwei Herausforderungen, die gerade mit Blick auf die privaten Mobilitätsanbieter*innen gelten: (1) für soziale Gerechtigkeit und Bezahlbarkeit der Mobilitätsangebote Sorge zu tragen und (2) technische Innovationen und sinnvolle Mobilitäts-„Add-ons“ stets im Blick zu behalten. Aus den Reihen des Publikums kamen diverse Nachfragen von Bürger*innen und Akteur*innen der Stadtgesellschaft. Als Beispiel für eine sinnvolle Verbesserung durch Open Data wurde die Verfügbarkeit öffentlicher Toiletten in der Innenstadt oder angemessene Lichtreduzierung in der Nacht genannt. Letzteres wird durch die Maßnahme Smart.Light im Rahmen von Restart: #HANnovativ bereits mitgedacht und umgesetzt.