Mehr Grün, mehr Schatten, weniger Hitze: Die Klima-Kiste

Wie kann man Klimaanpassung in der Stadt sichtbar und erlebbar machen? Mit der Klima-Kiste wurde in Hannover ein Projekt umgesetzt, das genau das versucht. Die begehbare Oase bringt Pflanzen, Wasser und Schatten auf kleinem Raum zusammen und sorgt an heißen Tagen für eine spürbare Abkühlung von bis zu 12 °C im Vergleich zur Außentemperatur. 

Die ursprünglich von der Hameln Marketing und Tourismus GmbH entwickelte Klima-Kiste wurde im Rahmen von „Restart:#HANnovativ“ nach Hannover geholt und über das KfW-Förderprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ finanziert. Die Bepflanzung übernimmt der Ausbildungsbetrieb des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün überwiegend mit Pflanzen aus der Stadtgärtnerei. 

Die Klima-Kiste zeigt aber nicht nur, wie sich Innenstädte an Hitze anpassen können. Als begehbares Beispiel macht sie erlebbar, welchen Unterschied Pflanzen, Wasser und Schatten für das Stadtklima machen. Gleichzeitig wird deutlich, dass Klimaanpassung größer gedacht werden muss: Entsiegelung, mehr Stadtgrün und die klimaangepasste Gestaltung öffentlicher Räume sind wichtige Bausteine für eine lebenswerte Stadt. Dazu gehören beispielsweise das Projekt „Hitze.Wasser.Management“ sowie digitale Klima- und Umweltdaten, die eine zielgerichtete Planung von Klimaanpassungsmaßnahmen unterstützen. 

Die Klima-Kiste schafft damit einen konkreten Zugang zum Thema Klimaanpassung. Sie regt Gespräche und neue Ideen an und stärkt das Verständnis für die Veränderungen, die für eine klimaresiliente Stadt notwendig sind. Aus einer kleinen Kiste wird so ein Projekt mit großer Wirkung und einer Vision, die inzwischen auch andere Städte aufgreifen. 

Wer die Klima-Kiste selbst erleben möchte, hat dazu noch bis zum 30. September Gelegenheit. Danach wird sie eingelagert, kehrt aber zurück: Künftig soll sie jeden Sommer an wechselnden Standorten in der Innenstadt aufgestellt werden und dort zeigen, wie Klimaanpassung im Kleinen erlebbar werden kann.