Restart: #HANnovativ bedeutet Vernetzung nicht nur im technischen Sinne, sondern insbesondere auch im kooperativen. Digitalisierung ermöglicht es uns, unsere Wünsche, Vorstellungen und Bedarfe besser umzusetzen. Der Einsatz von modernen und smarten Technologien in der Stadt zahlt auf die Umsetzung der Ziele in den Bereichen Klimaschutz, Innenstadtentwicklung und Teilhabe ein. Wir, die Menschen in Hannover, stehen dabei im Mittelpunkt. Wir gestalten, probieren aus, gehen neue Wege. Gemeinsam.
News aus der Smartcity
Digitales Allwetter-Klavier im Kultur.Dreieck
MPSC-Kongress in Kiel
digital.KIOSK
Kultur und KI – wer beeinflusst hier eigentlich was?
Wissensaustausch auf dem MPSC Kongress in Köln
#HANnovativ
Restart: #HANnovativ ist die Smart City Initiative Hannovers. Sie vereint digitale und transformative Projekte in der Stadtverwaltung. Smart City ist dabei kein Selbstzweck, sondern soll Probleme lösen, Effizienz steigern und das Arbeits- und Alltagsleben erleichtern. Um dies zu erreichen, denken wir:
Kooperativ: Wir stellen die Menschen in den Mittelpunkt unserer Projekte.
Transformativ: Wir arbeiten hierarchieübergreifend in interdisziplinären Teams.
Innovativ: Wir behalten städtische Daten im Eigentum der Stadt, um sie mit Technologienoffenheit und datenschutzkonform gezielt einsetzen zu können.
Dies hilft der Stadtverwaltung nachhaltige Lösungen für Probleme zu finden, die bislang nur schwer oder gar nicht lösbar waren.
In schnelllebigen Zeiten mit hohem, auch krisenhaftem Handlungsdruck in gleich mehreren Bereichen braucht es neue Wege. Es zeigt sich vielerorts, dass die Herausforderungen für Städte vielschichtig und enorm sind: Klimaschutz und Klimaanpassung, Energiewende, veränderte Mobilitätsbedürfnisse, Modernisierung von Verwaltungsstrukturen oder die Teilhabe der Bürger*innen – um nur einige zu nennen. Um der Zukunft zu begegnen, wollen wir Stadtentwicklung anders denken. Gemeinsam arbeiten wir an einer digitalen und innovativen Stadtentwicklung, die den Menschen ins Zentrum der Planungen stellt und so Hannover resilient und fit für die Zukunft macht.
Smart City ist eine neue Betrachtungsweise städtischer Systeme, die sich auf soziale, ökologische und ökonomische Transformationsprozesse mit Hilfe von Digitalisierung und moderner Technologien fokussiert. „Smart“ bedeutet dabei Vernetzung nicht nur im technischen Sinne, sondern insbesondere auch im kooperativen. Digitalisierung ermöglicht es uns, unsere Wünsche, Vorstellungen und Bedarfe besser zu verstehen und
umzusetzen. Denn nur im Zusammen.Wirken von Stadtentwicklung, technischer und sozialer Innovation, der Expertise und den Ressourcen aller Beteiligten entsteht ein kontinuierlicher Prozess der Erneuerung. Ein Prozess, in dem experimentiert, pragmatisch umgesetzt, stetig evaluiert und heute schon an morgen gedacht wird.
Aktuell werden verschiedene moderne Projekte, die gezielt Probleme lösen und Teilhabe stärken, in der Innenstadt Hannovers modellhaft umgesetzt und evaluiert. Bei Erfolg werden sie auf andere Orte und Stadtteile ausgeweitet. Wir wollen Zukunftstechnologien zum Anfassen, Mitmachen, Ausprobieren und für das Gemeinwohl.
Ermöglicht werden alle Maßnahmen, weil die Landeshauptstadt Hannover mit einem Gesamtvolumen von über 13,1 Mio. Euro in der dritten Staffelder Modellprojekte Smart Cities (MPSC) durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) gefördert wird. Mit den Fördermitteln als Smart City-Modellkommune kann Hannover trotz angespannter Haushaltslage die Chancen smarter und digitaler Technologien im Sinne einer nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklung für sich nutzen. Die Strategie und die Maßnahmen orientieren sich an den Leitlinien der Smart City Charta, die der digitalen Transformation der Stadt den Handlungsrahmen bieten. Insofern ist das Förderprogramm Modellprojekte Smart Cities Impulsgeber und Umsetzungsgarant für den Transformationsprozess gleichermaßen.
Die Stadtverwaltung: Neue Zusammenarbeit und Kommunikation auf Augenhöhe
Durch das kooperative und smarte Zusammen.Wirken wird auch der Handlungsspielraum unserer Verwaltung vergrößert. Agile Arbeitsmethoden und digitale Tools verschieben die vorhandenen Grenzen des Verwaltungshandelns und erhöhen die Geschwindigkeit der Verwaltungsanpassung an gesellschaftliche Herausforderungen und Bedürfnisse.
Die gesamte Stadtverwaltung ist Teil von Restart: #HANnovativ. Vielfältige Kompetenzen, Erfahrungen, Sichtweisen und Expertisen sind das Fundament für den Transformationsprozess. Organisatorische Strukturen sollen daher so gestaltet sein, dass eine querschnittsorientierte Zusammenarbeit in einem mehrdimensionalen Projektumfeld gefördert wird. Der Austausch über Fachbereiche muss dynamisch und über Projektgrenzen hinweg erfolgen. #HANnovativ bedeutet: Aufgaben statt Zuständigkeiten, Kompetenzen statt Funktionen, Weiterentwicklung durch Austausch statt durch Hierarchie.
Kernteam: Koordiniert den Gesamtprozess
Fachteam: Gewährleistet dezernats- und hierarchieübergreifend ein abgestimmtes und transparentes Vorgehen und ist Schnittstelle zu verwaltungsinternen und -externen Netzwerken
Projektteam: Multiplikator*innen-Netzwerk aller interessierten Verwaltungsmitarbeitenden
Lenkungsgruppe: Zentrales Entscheidungsgremium
Im Kernteam aus neu geschaffener Stabsstelle Smart City und dem Bereich Grundsatzangelegenheiten im Büro des Oberbürgermeisters fließen Kompetenzen aus der Stadtentwicklung und der strategischen politischen Ausrichtung zusammen. Hier wird der Gesamtprozess koordiniert: mit Blick auf die strategischen Ziele und die in den Fachbereichen umgesetzten Einzelprojekte. Das Kernteam ist gleichermaßen zentrale Anlaufstelle für Verwaltung und Stadtgesellschaft. In diesem Rahmen fördert das Kernteam das neue Zusammen.Wirken der Akteur*innen, schafft Transparenz und Öffentlichkeit für Restart: #HANnovativ und lädt zum Mitmachen ein. In virtuellen und neu geschaffenen physischen Räumen werden aus klassischen Amtsstuben Räume für Kollaboration. Aus linearen Verwaltungsvorgängen werden Pitches, bei denen Ideengeber*innen Feedback erhalten und Das Kernteam wird operativ durch das dezernats- und hierarchieübergreifend zusammengesetzte Fachteam ergänzt. Der interdisziplinäre Austausch ermöglicht den internen Wissenstransfer, gewährleistet ein abgestimmtes und transparentes Vorgehen und stellt Schnittstellen zu verwaltungsinternen und –externen Netzwerken aus Beteiligungsgesellschaften, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft sicher. Neben den Leitungen der geförderten Maßnahmen sowie weiterer Leuchtturmprojekte sind hier insbesondere auch digitale und technische Kompetenzen vertreten.
Und dann ist da noch Mila Arendt. Die fiktive Person steht stellvertretend für die Menschen in Hannover, die sich am Prozess rund um die Smart City-Strategie Restart: #HANnovativ beteiligen. Sie ist die Autorin unserer Strategie und führt als Reiseleiterin durch Smart City Hannover. Ihr werdet ihr bestimmt begegnen.
STRATEGIE
Der Reiseführer zur Smart City Hannover
Die Strategie zur smarten Stadt zeigt, was wir in Hannover in einer Zeit großer Herausforderungen und damit verbundenen Veränderungen gemeinsam bewirken können. Die Strategie greift die Ergebnisse des Innenstadtdialogs sowie fachlicher Ziele, Strategien und Konzepte auf. Sie verbindet sie mit der Nutzung von Technik und Daten auf strategischer und projektorientierter Ebene. Und sie schafft im ersten Schritt Synergien und Sichtbarkeit durch Konzentration der Maßnahmen auf den Bezugsraum Innenstadt. Die Skalierbarkeit und Übertragbarkeit von Maßnahmen auf das gesamte Stadtgebiet werden mitgedacht und angestrebt.
Im Wesentlichen umfasst die Strategie (1) eine Haltung gegenüber einer zunehmend daten- und technikbasierten Stadtentwicklung, eines neuen Zusammen.Wirkens der Akteur*innen auf diesem Gebiet sowie der Schaffung von Möglichkeiten und Räumen zur Entwicklung innovativer Ideen mit dem Ziel, durch Technik und Daten und deren Vernetzung zu besseren und effizienteren Lösungen zu kommen. Die Strategie legt (2) die Grundlage für die Schaffung wesentlicher Voraussetzungen wie den Aufbau von Infrastruktur (z. B. Sensorik, Datenplattform), den Ausbau von verwaltungsinternen Strukturen und Kompetenzen sowie die Vernetzung mit externen Akteur*innen und die Entwicklung eines Innovationsmodells zur Umsetzung neuer Maßnahmen und Fortschreibung der Strategie. Und die Strategie umfasst die Beschreibung und Zielsetzung der geförderten und im Haushalt hinterlegten Projekte sowie einer modernen Kommunikation als innovativer Standort.
Diese Strategie folgt dem Anspruch, anders zu sein: Sie ist nicht DIE Digitalisierungsstrategie der Stadt Hannover, sondern greift vielmehr bestehende Strategien und Konzepte auf und bringt sie miteinander zusammen: Smart City tritt als Ermöglicherin und Katalysatorin auf die Bühne. Aus der Perspektive der Autorin Mila Arendt entsteht ein gemeinsames Projekt mit hohem Identifikationspotential weit über die Stadtverwaltung hinaus. Das erfrischend andere Design und die Reise durch zehn verschiedene Handlungsfelder bieten jeder Person Anknüpfungspunkte an eigene Projekte oder Interessen und machen Lust auf mehr.
LEBENSRAUM
Unser Lebensraum muss lebenswert sein und liebenswert! Durch intelligente Steuerungen z.B. beim Regenwassermanagement, der Grünbewässerung und der multifunktionalen Nutzung von Aufenthaltsflächen entsteht ein Mehrwert für die gesamte Stadt. Betonen wir.
VIELFALT
Wenn Vielfalt auch bedeutet aus und mit anderen Perspektiven auf die Welt zu schauen, warum glauben wir dann Recht zu haben?
Gegenseitige Akzeptanz entsteht durch einen respektvollen Umgang und ein gutes Miteinander. Hannover ist ein Ort der Vielfalt und Offenheit, des Gemeinsinns und Zusammenhalts. Es ist der Ort, an dem wir alle gerne leben. Erfahren wir.
DEMOKRATIE
#HANnovativ bedeutet auch „niemals allein“. Nur gemeinsam können wir die Zukunft gestalten. Zukunft braucht alle und ihre Fähigkeiten und Meinungen. Demokratische Partizipation, gemeinwohlorientiert wirtschaften und handeln um vielfältige Bedürfnisse und Lebensentwürfe in unserem Stadtraum zusammenzudenken, statt auszugrenzen. Leben wir.
DATA-/ TECHNOLOGIE
Daten vernetzt mit innovativen Technologien ist unsere Datalogie – eine Wortschöpfung, die Zukunft so beschreibt als wäre sie schon immer Teil unserer Vergangenheit gewesen. Irgendwie smart und sehr hannovativ. Finden wir.
LERNEN
Die Welt verändert sich ständig und wir tun es auch. Der Lernprozess hört nie auf – ein immerwährender Prozess. Lebenslanges Lernen nimmt einen immer höheren Stellenwert ein und ermöglicht es uns, in der schnelllebigen und sich immer wandelnden Gesellschaft am Puls der Zeit zu bleiben. Hannover hört nicht auf wissbegierig zu sein. Versichern wir.
GEMEINWOHL / WIRTSCHAFT
Gemeinwohlwirtschaft verbindet und stärkt unsere Stadt! Wirtschaftliches und gemeinwohlorientiertes Handeln sind kein Widerspruch. Hannovativ heißt auch etwas gemeinsam (er-) schaffen und weiterentwickeln. Wissen wir.
KULTUR
Wenn die Welt analog und digital ist, warum sollte die Kultur es dann nicht sein? Kultur für alle, immer, überall. Kultur, die unsere Stadt zu einem lebendigen Begegnungsraum macht und immer wieder die Frage aufwirft: Welche Rolle spielt Kultur in der Innenstadt der Zukunft? Zeigen wir.
MOBILIDENTITÄT
Denken wir die Mobilität neu, dann ist sie mehr als die Bewegung von A nach B. Es ist die Flexibilität und die Bereitschaft, sich und seine Identität und Mobilität immerwährend neu zu finden. Smart Projekte wie „HannoVerKehr“, „Urbane Logistik Hannover“ und „Lust aufs Fahrrad“ sind erst der Anfang. Eine Wende aber in die Zukunft gerichtet. Vergleichen wir.
ZUHAUSE
#HANnovativ ist, was einfach ist. Ein gutes Zuhause in einer anregenden und liebenswerten Stadt. Aber was macht ein gutes Zuhause aus? Es ist authentisch und einladend. Es ist für alle da. Und es erzählt seine eigene Geschichte. Das tut es. Erleben wir.
GESUNDHEIT
Gesundheit ist das Fundament. Hierauf können wir aufbauen, uns selbst entwickeln und andere unterstützen. Exzellent und innovativ. In Hannover wird Medizin auf qualitativ höchstem Niveau angeboten. Start-Ups bringen innovative Technologien, Produkte, Lösungen und Geschäftsmodelle für eine zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung voran. Fühlen wir.
Projekte
Daten, ihre Auswertung und Interpretation sind Grundlage für politische und strategische Steuerung, eine bedarfsgerechte Stadtplanung und sozialgerechtere Stadterneuerung. Die Verknüpfung von Daten schafft Mehrwerte und bildet die Grundlage für eine Reihe spannender Projekte.
Wir verpflichten uns grundsätzlich zu datenschutzkonformen Handeln und Wahrung der Datensicherheit. Neue Anwendungen werden auf Einhaltung von Richtlinien und regulatorischen Anforderungen geprüft. Wir definieren einen klaren Rahmen der Datennutzung und -verarbeitung sowie für den internen und externen Datenfluss und Zugriff.
In unserer Innenstadt werden Visionen zu lebensnaher Realität: Neugedachte Räume und gemeinsame Gestaltung, große Herausforderungen und kluge Ideen formen ein neues, besseres Zuhause. Digitale Lösungen – intelligent vernetzt, effizient und nachhaltig – lassen uns gemeinsam neue Wege gehen. Das ist eine riesige Chance und Hannover hat sie ergriffen.
Eine smarte Stadt wird niemals „fertig“ sein. Sie ist kein Bauwerk, das eingeweiht werden kann, nachdem es genauso auf dem Papier entworfen worden ist. Smart City Hannover wird sich immer weiterentwickeln: Es werden neue Ideen generiert und Maßnahmen entwickelt, durch Beteiligung und Kooperation neue Impulse gesetzt sowie durch neue Technologien und die ausgeweitete Nutzung von Daten und Infrastrukturen innovative Möglichkeiten geschaffen. Damit die Smart City Hannover während der Umsetzungsphase und auch nach Ende des Förderzeitraums weiterwachsen kann, ist es der Anspruch von #HANnovativ (1) stetig neue Maßnahmen zu entwickeln, (2) die Maßnahmen kontinuierlich zu beobachten und zu evaluieren, (3) die Maßnahmen zu skalieren, sie also größer zu machen und sie (4) – ggf. mit Anpassungen – auf andere Orte oder Stadtteile zu übertragen sowie (5) den Prozess des Zusammen.Wirkens im Kontext von Smart City-Fragen fest in der Stadtgesellschaft zu verankern.
Ziel
Öffentliche Flächen und Räume mehr und diverser nutzen. Flächen können effektiver genutzt und Anträge effizienter gestellt und bearbeitet werden.
Herausforderungen
Bürger*innen können für verschiedene Zwecke Flächen im öffentlichen Raum zur Nutzung beantragen: für Veranstaltungen/Events, Gastronomie und Handel, Demonstrationen, Verkaufsstände, etc. . Auch wird schon heute öffentliche Fläche privatwirtschaftlich durch bspw. dem Aufstellen von Sharing-Angeboten genutzt. Je nach Nutzungszweck müssen unterschiedliche Fachbereiche der Verwaltung aufgesucht werden. Bisher erfolgt dabei die Flächensteuerung noch analog und wenig dynamisch und nicht fachbereichsübergreifend. Die Buchung von kommunalen Gebäuden und Räumen ist bislang noch nicht in einem medienbruchsfreien Prozess möglich.
Lösung
In einem ausgewählten Pilotraum soll die digitale Straße der Zukunft erprobt werden. Mithilfe von Sensorik soll die öffentliche Infrastruktur für die Bündelung von Sharing-Angeboten, Logistik, Veranstaltungen usw. dynamisch, flexibel und adressat*innengerecht nutzbar gemacht werden. Darüber hinaus werden digitale Terminals zur Bürger*inneninformation und –interaktion etabliert. Zielstellung des Projektes ist die Inbetriebnahme einer Software, die zum einen Bürger*innen den Zugang (Antragsstellung) und Nutzung des öffentlichen Raums, Gebäudes oder Räumlichkeit vereinfacht und digital zugänglich macht. Die breite Öffentlichkeit kann ihre Buchungen dynamischer und flexibler über einen Zugang vereinfacht beantragen. Durch die kooperative Entwicklung der Eingabemaske für die Antragsstellung wird eine nutzer*innenfreundliche Bedienung entwickelt. Im Back-End sollen die Anträge automatisch an die Zuständigen Organisationseinheiten zugestellt werden, sodass sie im Fachverfahren weiterbearbeitet werden. Im Zuge der Entwicklung sollen Prozessoptimierungen in den jeweiligen Fachverfahren erreicht und Synergien gehoben werden. Zugleich wird direkt angezeigt, welche Eigenschaften (Ausstattung, Verfügbarkeit, Bedingungen, Kosten, etc.) eine Fläche oder ein Raum besitzt.
Ziel
Kultur und Geschichte verstehen, erleben und künstlerisch inszenieren, um sie für viele direkt im Stadtraum mit Hilfe des eigenen Smartphones erlebbar zu machen.
Herausforderungen
Museumsbesuche sind nicht für alle Menschen attraktiv; geschlossene Gebäude bilden Hürden; Räumliche Zusammenhänge sind nur schwer in einem abgeschlossenen Raum zu verstehen und zu erkennen; viele Kunstgegenstände sind für Kunstschaffende nicht im Originalzustand zugänglich.
Lösung
Eine App, die die Historie Hannovers im virtuellen Raum darstellt und die Stadtgeschichte mit Fotos und Objekten an ihren Originalschauplätzen für Bürger*innen zugänglich macht. Durch Augmented Reality können Museumsschätze am Ort ihrer Entstehung betrachtet werden. 3-D-Scans und Filteranwendungen werden zukünftig das Angebot ergänzen. Um die Historie der Stadt kennen zu lernen, ist kein Museumsbesuch mehr nötig. Die Stadtgeschichte wird mit Fotos und Objekten an ihren Originalschauplätzen für Bürger*innen zugänglich macht. Wer durch die Innenstadt geht, soll sich dort, wo sie oder er sich befindet, die passenden historischen Fotos und Objekte aus der Muderseumssammlung zum Standort anschauen können.Die im Projekt entwickelten Anwendungen zielen darauf ab, die Fotos und Objekte zur eigenen kreativen Aneignung zur Verfügung zu stellen. Durch den direkten Vergleich zwischen Gegenwart und Vergangenheit wird das Verständnis für Entwicklung und Wandelbarkeit der Stadt in der Bevölkerung gestreut und die Historie Hannovers greifbarer gestaltet.
Ziel
Automatische Bewässerung und Pflege städtischer Grünflächen.
Herausforderungen
Zunehmende Hitzeperioden, abnehmender Niederschlag, steigende Kosten für die Bewässerung der Grünflächen und Pflanzen in der Stadt.
Lösung
Arbeitspakete/Module:
Im Rahmen der Maßnahme Hitze.Wasser.Management soll ein modular aufgebautes sensorunterstütztes Managementsystem zur Klimawandelanpassung unter Einbezug innerstädtischer Umweltdaten aufgebaut werden. Die Maßnahme besteht aus vier Modulen (M) und einer wissenschaftlichen Begleitforschung durch die Leibniz Universität Hannover.
M1 – Klimamessnetz:
Im Modul 1 soll die Konzipierung, der Aufbau und der Betrieb eines Klimamessnetzes im Innenstadtbereich erfolgen. Das Messnetz soll aus 38 Stationen mit jeweils 2 Sensoren bestehen. Gemessen werden Lufttemperatur, Relative Luftfeuchtigkeit, Helligkeit und Globe-Temperatur („gefühlte“ Temperatur).
M2 – Smarte Zisterne:
Das Modul 2 umfasst die Planung und den Bau einer Zisterne in Form eines Stauraumkanals unter einer Bestandsstraße im Innenstadtbereich (Prinzenstraße), in dem Niederschlagswasser sowohl von den straßenseitigen Dächern der angrenzenden Gebäude als auch das auf der Prinzenstraße anfallende Oberflächenwasser, das nicht in den geplanten Baumbeeten versickern kann, gespeichert wird. Darüber hinaus soll ein nördlich der Prinzenstraße verlaufender großer Regenwassersammelkanal an die Zisterne angeschlossen werden. Das zufließende Wasser aus diesem Regenwassersammler wird über eine Reinigungsanlage (Sedi-Pipe) gereinigt, bevor es in die Zisterne gelangt.
Für den Zu- und Ablauf der Zisterne soll eine intelligente Steuerung entwickelt werden: Durch eine Verknüpfung mit den Regenradar-Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) soll eine automatische Entleerung der Zisterne vor großen Regenereignissen erfolgen, aber intelligent gesteuert immer nur soweit, wie es das prognostizierte kommende Regenereignis erfordert, um ein Optimum zwischen gespeichertem Wasser für Trockenphasen und bereitgestelltem Speichervolumen als Entlastung im Starkregenfall zu erreichen.
An die Zisterne soll eine Wassertankstelle angeschlossen werden, an der die Bewässerungsfahrzeuge der Grünflächenpflege das gespeicherte Niederschlagswasser für Bewässerungszwecke im Innenstadtbereich aufnehmen können. Darüber hinaus wird ein smartes Bewässerungssystem an die Zisterne angeschlossen (s. M3).
M3 – Smartes Bewässerungssystem:
Im Modul 3 erfolgt die Konzipierung und der Aufbau einer über Bodenfeuchtesensoren gesteuerten automatischen Bewässerung von 11 neu zu pflanzenden Bäume in der Prinzenstraße im Abschnitt Thielenplatz bis Sophienstraße aus der smarte gesteuerten Zisterne. Dazu sollen je 4 Bodenfeuchtesensoren (SMT100) im Wurzelraum von 5 Bäumen in jeweils 30, 60 und 90 cm Tiefe installiert werden. Die Übertragung der Sensordaten soll automatisch durch eine batteriebetriebe und drahtlose Funktechnik (NB-IoT) erfolgen.
Die Sensordaten der 5 Wächterbäume gehen als Eingangsparameter in ein Steuerungsmodell ein, das den Zeitpunkt und die Wassermenge für die bedarfsgerechte Bewässerung der 11 Bäume berechnet und die automatische Bewässerung initiiert. Über die Einstellung von Betriebszeiten erfolgt zudem eine Ressourceneinsparung aufgrund der Vermeidung von Wasserverlusten durch Verdunstung (Bewässerung außerhalb der Mittagshitze).
Die 6 neuen Bäume südlich der Sophienstraße werden konventionell über Tankfahrzeuge bewässert und dienen damit als Referenzstandorte für das Monitoring des smarten Bewässerungssystems.
M4 – Erprobung Klima.Agentenmodell:
Es soll das in der Strategiephase des Projektes #HANnovativ mit dem Kooperationspartner GEO-NET-Umweltconsulting GmbH entwickelte Klima.Agentenmodell angewendet und erprobt werden.
Das Modell ermöglicht die dynamische Erfassung der humanbioklimatischen Belastung in der Innenstadt. Über mobile, digitale Agenten, die das humanbioklimatische Feld der Innenstadt durchstreifen, können Bioklimabelastungsräume verortet werden. Als Grundlage dienen hochauflösende 3D-Modelle. Über unterschiedliche mikroskalige meteorologische Modelle (FITNAH/ASMUS, PALM) wird das thermische Empfinden einer Standardperson simuliert – hierfür sind vor allem Lufttemperatur, Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit und thermophysiologisch wirksame Strahlung relevant. Je nach physischer Konstitution (dem persönlichen „Rucksack“ aufgrund des Alters, einer eingeschränkten Mobilität u.a.) können den Agenten dann „Lastgrenzen“ zugeordnet werden.
Über die Kopplung und Dynamisierung des thermischen Empfindens mit individuellen Bewegungsmustern repräsentativer Bevölkerungs-/Nutzergruppen (s. wissenschaftliche Begleitforschung des PhyGeo TP3) können Rückschlüsse gezogen werden, wo „Coolspots“ durch Blau-Grüne Infrastrukturmaßnahmen (sprühende Wasserelemente, Beregnung/Spülung versiegelter Bereiche mit Wasser zur abendlichen Kühlung, oberflächige Wasserführung, Brunnen, Grünelemente) erforderlich sind.
Über die im M1 erhobenen Sensordaten können die Modellergebnisse mit Messergebnissen verifiziert werden.
Ziel
Innenstadtentwicklung gemeinsam mit den Bürger*innen voranbringen.
Herausforderungen
Kontinuierliche und zielgerichtete Einbindung von Bürger*innen.
Lösung
Ein zentrales Beteiligungsformat, in dem die Stadtgesellschaft gemeinsam Ideen für eine zukunftsfähige hannoversche Innenstadt entwickelt. Dabei wurden in diversen Formaten mit einem vielfältig besetzten Kreis von Akteur*innen der Innenstadt Potenziale mit strategischen Handlungsansätzen diskutiert. Herausgekommen: „Mitte neu denken – das Innenstadtkonzept 2035“. Insbesondere die folgenden Formate haben sich im Rahmen der Maßnahme bewährt: Öffentliche Diskussionsforen, Online-Umfragen und Workshops mit Expert*innen aus verschiedenen Bereichen. Die Landeshauptstadt Hannover initiierte, gestaltete und begleitete den Prozess auf mehreren Arbeitsebenen und stellte sicher, dass eine breite Öffentlichkeit einbezogen wurde.
Die formulierte Strategie „Mitte neu denken – das Innenstadtkonzept 2035“ basiert mit Handlungskonzepten und Leitprojekten auf den Ergebnissen dieses Dialogprozesses. Durch die Einbindung der Bürger*innen in den Planungsprozess und erste experimentelle Umsetzungen wurde Akzeptanz für die geplanten Maßnahmen geschaffen und zugleich Bedürfnisse für die zukünftige Stadtentwicklung zusammen mit der Stadtgesellschaft identifiziert.
Ziel
Schutz der Bevölkerung vor starker Hitze, durch datenbasierte, klimawandelangepasste Stadtplanung.
Herausforderungen
Durch den Klimawandel gibt es mehr Hitzeperioden und dicht bebaute Quartiere wie die Innenstadt heizen sich stärker auf, da Baustoffe wie Beton wärme länger speichern und sich langsamer abkühlen als Grünflächen
Lösung
Über mobile, digitale Agenten, die das humanbioklimatische Feld der Innenstadt durchstreifen, können bioklimatische Belastungsräume verortet werden. Als Grundlage dafür dienen hochauflösende 3D-Modelle. Über unterschiedliche mikroskalige meteorologische Modelle (FITNAH/ASMUS, PALM4U) wird das thermische Empfinden modellierter Standardpersonen simuliert. Hierfür sind vor allem Lufttemperatur, Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit und thermophysiologisch wirksame Strahlung relevant. Je nach physischer Konstitution (dem persönlichen „Rucksack“ aufgrund des Alters, einer eingeschränkten Mobilität u.a.) können den Agenten dann „Lastgrenzen“ zugeordnet werden. Zur Erhebung von Eingangsdaten für das Modell wird ein Klimamessnetz mit Sensoren für Lufttemperatur, Luftfeuchte und gefühlter Temperatur aufgebaut.
Über die Kopplung und Dynamisierung des thermischen Empfindens mit individuellen Bewegungsmustern repräsentativer Nutzer*innengruppen können Rückschlüsse gezogen werden, wo Kühlung und Schattenplätze – sogenannte „Coolspots“ – erforderlich sind.
Ziel
Aufwertung des Straßenraumes und Schaffung eies Kunst und Kultur Areals im öffentlichen Raum, welches vielseitig nutzbar ist.
Herausforderungen
Sichtbarkeit verschiedener Akteur*innen und Szenen, gleichberechtigtes Wirken verschiedener Akteur*innen im Stadtraum.
Lösung
Hintergrund: Durch künstlerische Interventionen und Verkehrsberuhigung im öffentlichen Raum soll das Kulturdreieck zu einem attraktiven „Innenstadt-Quartier“ transformiert werden. Zur genreübergreifenden, niedrigschwelligen Öffnung der Kulturinstitutionen im öffentlichen Raum tragen neue Bühnenformate, Licht- und Soundinstallationen, künstlerische Interventionen u. Performances bei.
Maßnahme: Ziel der Maßnahme ist die Umsetzung von Multimediastelen im neuen Kultur- und Kreativareal Kulturdreieck in Hannover. Wir bestätigen, dass die geförderten digitalen Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen des Kultur.Dreieck 1. nicht kommerziell genutzt werden, 2. im Interesse der Allgemeinheit errichtet sind und 3. für alle Nutzer*innen offen und diskriminierungsfrei zugänglich sind. Die Multimediastelen sollen den öffentlichen Raum zu einem attraktiven Begegnungsraum entwickeln, Angebote der Kultureinrichtungen sowie der freien Szene verstärkt „auf die Straße“ bringen und dabei Kultur, Stadtgeschichte und -entwicklung niedrigschwellig zugänglich machen. Dafür soll in der Prinzenstraße ein besonderer Licht-Klang-Raum entstehen. Acht vorhandene Abspannmaste der früheren Stadtbahn-Oberleitung werden dabei zu multimedialen Objekten inkl. funktionaler Stadtbeleuchtung umfunktioniert und unterschiedlich kuratiert.
Beschreibung: Bei den acht Masten handelt es sich um ehemalige Fahrleitungsmaste der Stadtbahn (7 Stück Stahl-Doppel-T-Träger, 1 Stück Rundprofil, (optional zzgl. 1 Stück im Bereich Joachimstraße). Sie haben eine Höhe von jeweils ca. 8 m und stehen im Abstand von 35 – 50 m voneinander. Besondere Signalwirkung haben 2 Maste am Thielenplatz und 2 am Schiffgraben. Sie sollen am Ein- und Ausgang der Prinzenstraße eine besondere Atmosphäre in den öffentlichen Raum bringen.
Idee der Gestaltung ist es, die Maste im Sinne nachhaltiger Baukultur nicht etwa abzubrechen, sondern im Gegenteil nach- und umzunutzen als Multimedia- bzw. Licht-Klang-Stelen. Für alle Multimediastelen wird eine funktional gleiche Ausstattung verfolgt. Die Steuerungstechnik erlaubt eine individuelle Ansteuerung und Nutzung aller Elemente jeder Multimedialstele einzeln. Sie sollen in drei Zonen unterteilt werden
- Oberes Drittel: funktionale Stadtbeleuchtung zur Ausleuchtung des Stadtraums
- Mittleres Drittel: multimedial bespielbare LED-Elemente zur lichtkünstlerischen Bespielung, einschl. Sensorik für z.B. dynamisches, farbiges, interaktives Licht
- Unteres Drittel: Lautsprechermodule, v.a. für kleinräumig-lokale Klangeffekte, ggf. dreidimensionale Klangeffekte
- an allen 8 Stelen Aufhängepunkte (Bohrungen, Ösen) für optional, temporär zu ergänzende Technik
- Sockelbereich Stele: Sitzelemente als Aufenthaltsorte, ggf. mit besonderer Oberfläche/Belattung (farbig), im Innern der Sitzelemente Unterbringung von Technik möglich (Anschluss, Steuerung, Vorschaltgeräte usw.)

Die Ausleuchtung des Stadtraums wird ggf. durch unauffällige Mastleuchten auf der Westseite der Straße unterstützt. Sie soll aber gestalterisch so wenig wie möglich in Konkurrenz zu den Licht-Klang-Stelen treten.
Zusätzlich erforderliche Steuerungs- und Anschlusstechnik soll entweder in einem benachbarten Gebäude (z.B. Künstlerhaus) oder in Schaltschränken an unauffälliger Stelle im Straßenraum untergebracht werden. Unterhalt und Betrieb werden auf die zuständigen Verwaltungseinheiten aufgeteilt.
Ziel
Alle Daten mit einem räumlichen Bezug (Geodaten) aktuell und umfassend bereitzustellen für Planer*innen und Stadtgesellschaft.
Herausforderungen
Daten effektiv nutzen, Daten effektiv und sicher verwalten und Zugänge schaffen.
Lösung
Die Maßnahme „Open.Geo.Data“ (Strategiephase) fokussiert – als Ausgangspunkt für die und gemeinsam mit der anschließenden Maßnahme „Open.Urban.Data“ (Umsetzungsphase) – auf den Aufbau und Ausbau von technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen, Infrastrukturen und Maßnahmen zur realitätsnahen Darstellung von räumlichen Zusammenhängen. Dies ist Ausgangspunkt für neue Planungsmethoden im virtuellen Kontext und zur Steigerung von Transparenz und Effizienz sowie datenbasierten Entscheidungen zur stadträumlichen Entwicklung. Gleichzeitig wird dazu der Digitale Zwilling als Grundlage städtebaulicher Entwicklungen und Entscheidungen, Visualisierungen und Simulationen inhaltlich und anwendungsbezogen ausgebaut.
Die Nutzung spezifischer Daten für mehr datenbasierte Planungen, praktische Planungen mit Hilfe von AR- und VR- Anwendungen und die Anbindung an Sensordaten ermöglicht eine neue, datenbasierte Stadtentwicklung und –planung.
Ziel
Planung und Durchführung von Bau- und Entwicklungsvorhaben, Digitalisierung der Verwaltung der Stadt.
Herausforderungen
Aufteilung in Dezernate und Fachbereiche, aufwendige Kommunikation bereichsübergreifend, fehlender Daten- und Informationsaustausch, aufwendige Beschaffung von benötigten Informationen
Lösung
Eine Urbane Datenplattform (UDP), die alle Informationen und Daten einer Stadt verwaltet, Standardisiert und für berechtigte Stellen zugänglich macht. Die Maßnahme „Open.Urban.Data“ (Umsetzungsphase) fokussiert – im Anschluss an die und gemeinsam mit der vorherigen Maßnahme „Open.Geo.Data“ (Strategiephase) – den Aufbau und Ausbau von technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen, Infrastrukturen und Maßnahmen zur realitätsnahen Darstellung von räumlichen Zusammenhängen. Die Erweiterung von freien Geodaten ist ein zentraler Bestandteil des Smart City-Förderprojekts Restart: #HANnovativ. Im Rahmen von Open.Urban.Data werden Inhalte und Bereitstellung von offenen Daten auf dem Weg zu einer Urban Data Platform (UDP) nach und nach weiterentwickelt. Der Aufbau einer UDP als konzeptionelles System der Systeme dient der Zusammenführung von kommunalen Daten verschiedenster Fachsysteme, die über standardisierte Schnittstellen interoperabel für unterschiedliche Anwendungen bereitgestellt werden sollen. Die Maßnahme ist ein wichtiger Baustein im Rahmen der kommunalen Digitalisierung zum Aufbau einer kollaborativen Stadtdatenplattform. Der Digitale Zwilling als Grundlage städtebaulicher Entwicklungen und Entscheidungen, Visualisierungen und Simulationen wird daten- und anwendungsbezogen zum Urbanen Digitalen Zwilling ausgebaut. Dazu gehören neben Datenaktuali¬sierungen insbesondere neue Verfahren zur Datengewinnung und -auswertung und die dafür erforderliche Infrastruktur mit zugehörigen Anwendungen für verschiedene Nutzungsszenarien und datenbasierte Simulationen.
Ziel
Fortbewegung zu jeder Nachtzeit – Sicheres Gefühl und gute Orientierung bei Dunkelheit bei gleichzeitigem Insekten- und Vogelschutz.
Herausforderungen
Dauerhafte Beleuchtung führt zu Lichtverschmutzung (Helligkeit strahlt nach oben und beeinträchtigt den Biorhythmus von Vögeln und Insekten), hoher (unnötiger) Energieverbrauch.
Lösung
Die Maßnahme Smart.Light umfasst die Erprobung innovativer, moderner Technologien der öffentlichen Beleuchtung in Kombination mit Sensorik und deren Auswirkungen auf unterschiedliche Stadträume entlang einer Route mit vier Teilabschnitten unterschiedlicher Beleuchtungsszenarien. Hierzu zählen insbesondere Technologien, die eine Verbesserung der Klimabilanz und dem subjektiven Sicherheitsempfinden zur Folge haben und ein umfassendes Monitoring der Umgebung ermöglichen. Im Sinne der Digitalisierung werden zudem fortlaufend Umweltdaten sowie technische Daten der Beleuchtungsanlagen selbst erfasst, um diese den Mitarbeitenden der Stadtverwaltung sowie den Bürger*Innen zur Verfügung zu stellen. Die vier Abschnitte bilden im wesentlichen folgende Szenarien ab:
1) Naturnaher Bereich am Maschsee
- Umbau konventioneller Beleuchtung auf smarte energieeffiziente LED-Beleuchtung
- Beleuchtungsanlagen werden ausgestattet mit einer Anwesenheitssensorik, somit Licht nur nach Bedarf, sowie einer zeitgebundenen Leistungsreduzierung
- Leuchten sind mit insektenfreundlichem Licht ausgestattet, Lichtfarbe wird hierbei in Abhängigkeit der Jahreszeit/Tageszeit bedarfsorientiert und insektenfreundlich gesteuert
- Zusätzliche Sensorik für verschiedene Umweltdaten sowie spezielle Kameras für die Erfassung von Insekten wird installiert
2) Parkplatz Bereich Sportstadion
- Umbau konventioneller Beleuchtung auf smarte energieeffiziente LED-Beleuchtung
- Beleuchtungsanlagen werden ausgestattet mit einer für den Parkplatzbetrieb passenden Anwesenheitssensorik, somit Licht nur nach Bedarf, sowie einer zeitgebundenen Leistungsreduzierung
- Leuchten werden mit einer Notfallfunktion ausgestattet, Licht kann im Notfall von Einsatzkräften per App in der Leistung auf das Maximum hochgefahren werden
3) Naturnaher Bereich / Übergangsbereich Innenstadt Pänner-Garbe-Weg/Culemannstr.
- Umbau vorhandene (konventionelle und LED) Beleuchtung auf smarte energieeffiziente LED-Beleuchtung
- Beleuchtungsanlagen werden ausgestattet mit einer Anwesenheitssensorik, somit Licht nur nach Bedarf, sowie einer zeitgebundenen Leistungsreduzierung
- Leuchten sind mit insektenfreundlichem Licht ausgestattet, Lichtfarbe wird hierbei in Abhängigkeit der Jahreszeit/Tageszeit bedarfsorientiert und insektenfreundlich gesteuert
- Zusätzliche Sensorik für verschiedene Umweltdaten sowie spezielle Kameras für die Erfassung von Insekten wird installiert
4) Unterführung/Tunnel Friederikenplatz
- Umbau konventioneller Beleuchtung auf smarte energieeffiziente LED-Beleuchtung
- Einrichtung einer smarten Effektbeleuchtung als künstlerische Aufwertung der Unterführung
- Erhöhung der subjektiven Sicherheit im Tunnelbereich durch eine bessere gleichmäßigere LED-Beleuchtung
Die per Sensorik und Leuchten erfassten Daten werden über digitale Schnittstellen der übergeordneten Urban-Data-Platform (Parallelprojekt Smart City Hannover Maßnahme: Open.Urban.Data) zur Verfügung gestellt und für die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung sowie in angepasster Form den Bürger*Innen der Stadt Hannover zur Verfügung gestellt (zum Beispiel per QR-Code an den Leuchten als Link zu einem Dashboard für die Bürger*Innen). Die Daten können dann beliebig weiterverarbeitet und für Auswertungen genutzt werden.
Ziel
Entwicklung und Nutzung einer fahrradfreundlichen Verkehrssteuerung.
Herausforderungen
Ampelwartezeiten beeinflussen den Fluss des Radverkehrs und somit deren Attraktivität.
Lösung
Basierend auf dem bereits im Feld aktiven smarten Ampelphasenassistenten (TrafficPilot-App) wurden im Rahmen von Smart.Rad 1.0 spezielle Funktionen für den Rad¬verkehr entwickelt und implementiert. Diese beinhalten eine Prognose des zu erwartenden Schaltzustands bei Erreichen der Lichtsignalanlage (LSA) und eine Prognose der zu erwartenden Zeit bis zur Umschaltung der LSA auf Grün. Hinzu kommt die Weiterentwicklung der Steuerung von LSA, so dass den Radfahrenden eine zuverlässige Schaltzeitprognose angezeigt werden kann.
Aufbauend auf etablierten Prognosen bzgl. des Schaltzustands bei Erreichen der Lichtsignalanlage sowie der Zeit bis zur Umschaltung (Smart.Rad 1.0) soll der TrafficPilot für die Radfahrenden so weiterentwickelt werden, dass eine aktive Berücksichtigung an der LSA erfolgt (Smart.Rad 2.0):
Smart.Rad 2.0 baut auf den etablierten Prognosen bzgl. des Schaltzustands bei Erreichen der Ampel sowie der Zeit bis zur Umschaltung (Smart.Rad 1.0) auf. Der TrafficPilot wird für den Radverkehr so weiterentwickelt, dass eine aktive Berücksichtigung erfolgt. Dies soll durch das Übertragen von smarten Steuerungs- und Kommunikations-Technologien von Kfz-Verkehr und ÖPNV auf den Radverkehr ermöglicht werden. Ziel ist eine optimierte aktive Berücksichtigung und höhere Variabilität in der Grünzeitvergabe für den Radverkehr.
Dafür ist das Zusammenspiel zwischen TrafficPilot und einer (noch in den TrafficPilot zu integrierenden) Navigationsfunktion des genutzten Smartphones notwendig. So kann die hohe Individualität des Radverkehrs, u.a. Geschwindigkeitsunterschiede, Wegewahl und Richtungstreue in Echtzeit berücksichtig werden und die gewünschte Route ermittelt werden. Dies ermöglicht das Auslösen der Beeinflussung der tatsächlich für die geplante Fahrtrichtung benötigten Signalgruppe der Ampel.
Hinzu kommt die Weiterentwicklung der Steuerung von Ampeln, so dass einzelne Phasen je nach Bedarf für den Radverkehr geschaltet werden. Diese Funktionalität soll unnötige Stopps für den Radverkehr verhindern und die Attraktivität des Radverkehrs fördern.
Die Teilnahme am Stadtverkehr soll vorausschauender, entspannter und gleichmäßiger gestaltet werden. Das Nutzen der App und die damit verbundene Bereitstellung der genannten Funktionen soll für den Radverkehr vorerst in dem Testgebiet „City-Ring“ in der Innenstadt an 24 Ampeln möglich sein.






















